Donnerstag, 24. Februar 2011
Guttenberg - ganz oder gar nicht!
gwynn, 15:52h
Hier sind meine Kommentare der letzten Tage zu den Plagiatsvorwürfen bzgl. Guttenbergs Doktorarbeit.
Da ich selbst mal eine geschrieben habe und mir dabei sehr viel Mühe gegeben habe, kann man es mir wohl nicht verdenken, wenn ich wissenschaftliche Arbeit ernst nehme:
Die Kommentare im einzelnen:
Da ich selbst eine Doktorarbeit geschrieben habe, halte ich es für eine logistische Unmöglichkeit, dass man "ausversehen" vergisst, kopierte Textstellen, wenn man sie irgendwo speichert, mit den Quellangaben zu versehen.
Jeder Lagerarbeiter beherrscht doch ordentliche Ablage!
Wenn Guttenberg nur der Drahtzieher im Hintergrund war, der verschiedene ihm zuarbeitende Textlieferanten koordiniert hat, hat er das auf mehreren Ebenen organisiert: Kopien v. Textstellen der Literatur/ Medien. Geringfügiges Verändern einzelner Worte. Einbauen der Textstellen in die Arbeit. Texte des wissenschaftlichen Dienstes in Auftrag geben, später diese einbauen in die Arbeit. Ein inhaltliches Gesamtgerüst bauen. Die Frage ist, welche dieser Jobs er ganz oder teilweise selbst übernommen hat. Dass er dasaß u. Abend für Abend in Texten, die irgendwo kopiert wurden, einige wenige Worte austauschte z. Zweck der Verschleierung, ist irgendwie mickrig. Wir wollen hoffen, dass er dafür auch einen Ghostwriter beauftragte, der sich zwar nun als schlecht erwies, aber das Deligieren ist doch eines "großen" Mannes würdiger.
Professoren u. Studenten sollten sich nicht gefallen lassen, dass jemand damit durch kommt, es diskriminiert ehrliche wissenschaftliche Arbeit.
23.02.11, 17:16
Zu:
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-21471/plagiataffaere-hitziger-schlagabtausch-im-bundestag_aid_602717.htmlvon Gwenda
Nach Schlammschlacht in der Sand-Kaste zurück zur Tagesordnung?
Kommentar: Die Wissenschaftler im Land dürfen nicht zulassen, dass Politiker meinen, sie hätten in ihrer kleinen Sand-Kaste einen rechtsfreien Raum, wo sie sich mal mit Schlamm bewerfen können u. dann wieder im Stuhlkreis ihren Kindergarten weitermachen können, als sei nichts geschen. Entweder hat er eine Doktorarbeit gefälscht oder nicht. Dann müssen die Gesetze u. das Recht greifen, wie für jeden anderen!
Kommentar zu:
http://www.tagesspiegel.de/politik/die-droge-guttenberg/3876656.html?pageNumber=3&commentSort=chrono#kommentare
Professoren entwürdigen ihre eigene Profession
Wie ich hörte, verzichten die Professoren der Uni Bayreuth auf eine genaue Analyse der Arbeit, jetzt, nachdem Guttenberg auf den Doktortitel verzichtet hat. Ich verstehe das nicht. Es wäre doch sehr wichtig, zu erfahren, in welchem Maße und auf welchen Ebenen er getäuscht hat. Zum einen, um überhaupt beurteilen zu können, wozu er so fähig ist, schließlich ist ein Persönlichkeitsprofil schon irgendwie wichtig bei jemandem, der dieses Amt in der Politik bekleidet. Es geht ja eben nicht um das "Vergessen" einiger Quellenangaben sondern um Täuschung auf hohem Niveau und völlige Verarsche aller, die sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit noch redliche Mühe geben. Dass das Ausmaß des Desasters jetzt im Dunkel bleiben soll, ist schlimm.
Da ich selbst mal eine geschrieben habe und mir dabei sehr viel Mühe gegeben habe, kann man es mir wohl nicht verdenken, wenn ich wissenschaftliche Arbeit ernst nehme:
Die Kommentare im einzelnen:
Da ich selbst eine Doktorarbeit geschrieben habe, halte ich es für eine logistische Unmöglichkeit, dass man "ausversehen" vergisst, kopierte Textstellen, wenn man sie irgendwo speichert, mit den Quellangaben zu versehen.
Jeder Lagerarbeiter beherrscht doch ordentliche Ablage!
Wenn Guttenberg nur der Drahtzieher im Hintergrund war, der verschiedene ihm zuarbeitende Textlieferanten koordiniert hat, hat er das auf mehreren Ebenen organisiert: Kopien v. Textstellen der Literatur/ Medien. Geringfügiges Verändern einzelner Worte. Einbauen der Textstellen in die Arbeit. Texte des wissenschaftlichen Dienstes in Auftrag geben, später diese einbauen in die Arbeit. Ein inhaltliches Gesamtgerüst bauen. Die Frage ist, welche dieser Jobs er ganz oder teilweise selbst übernommen hat. Dass er dasaß u. Abend für Abend in Texten, die irgendwo kopiert wurden, einige wenige Worte austauschte z. Zweck der Verschleierung, ist irgendwie mickrig. Wir wollen hoffen, dass er dafür auch einen Ghostwriter beauftragte, der sich zwar nun als schlecht erwies, aber das Deligieren ist doch eines "großen" Mannes würdiger.
Professoren u. Studenten sollten sich nicht gefallen lassen, dass jemand damit durch kommt, es diskriminiert ehrliche wissenschaftliche Arbeit.
23.02.11, 17:16
Zu:
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-21471/plagiataffaere-hitziger-schlagabtausch-im-bundestag_aid_602717.htmlvon Gwenda
Nach Schlammschlacht in der Sand-Kaste zurück zur Tagesordnung?
Kommentar: Die Wissenschaftler im Land dürfen nicht zulassen, dass Politiker meinen, sie hätten in ihrer kleinen Sand-Kaste einen rechtsfreien Raum, wo sie sich mal mit Schlamm bewerfen können u. dann wieder im Stuhlkreis ihren Kindergarten weitermachen können, als sei nichts geschen. Entweder hat er eine Doktorarbeit gefälscht oder nicht. Dann müssen die Gesetze u. das Recht greifen, wie für jeden anderen!
Kommentar zu:
http://www.tagesspiegel.de/politik/die-droge-guttenberg/3876656.html?pageNumber=3&commentSort=chrono#kommentare
Professoren entwürdigen ihre eigene Profession
Wie ich hörte, verzichten die Professoren der Uni Bayreuth auf eine genaue Analyse der Arbeit, jetzt, nachdem Guttenberg auf den Doktortitel verzichtet hat. Ich verstehe das nicht. Es wäre doch sehr wichtig, zu erfahren, in welchem Maße und auf welchen Ebenen er getäuscht hat. Zum einen, um überhaupt beurteilen zu können, wozu er so fähig ist, schließlich ist ein Persönlichkeitsprofil schon irgendwie wichtig bei jemandem, der dieses Amt in der Politik bekleidet. Es geht ja eben nicht um das "Vergessen" einiger Quellenangaben sondern um Täuschung auf hohem Niveau und völlige Verarsche aller, die sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit noch redliche Mühe geben. Dass das Ausmaß des Desasters jetzt im Dunkel bleiben soll, ist schlimm.
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