Gwynn's Welt

Beiträge von der feinsten, kleinsten und gemeinsten Kritikerin der Welt

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Donnerstag, 24. Februar 2011
Guttenberg - ganz oder gar nicht!
gwynn, 15:52h
Hier sind meine Kommentare der letzten Tage zu den Plagiatsvorwürfen bzgl. Guttenbergs Doktorarbeit.
Da ich selbst mal eine geschrieben habe und mir dabei sehr viel Mühe gegeben habe, kann man es mir wohl nicht verdenken, wenn ich wissenschaftliche Arbeit ernst nehme:

Die Kommentare im einzelnen:

Da ich selbst eine Doktorarbeit geschrieben habe, halte ich es für eine logistische Unmöglichkeit, dass man "ausversehen" vergisst, kopierte Textstellen, wenn man sie irgendwo speichert, mit den Quellangaben zu versehen.

Jeder Lagerarbeiter beherrscht doch ordentliche Ablage!

Wenn Guttenberg nur der Drahtzieher im Hintergrund war, der verschiedene ihm zuarbeitende Textlieferanten koordiniert hat, hat er das auf mehreren Ebenen organisiert: Kopien v. Textstellen der Literatur/ Medien. Geringfügiges Verändern einzelner Worte. Einbauen der Textstellen in die Arbeit. Texte des wissenschaftlichen Dienstes in Auftrag geben, später diese einbauen in die Arbeit. Ein inhaltliches Gesamtgerüst bauen. Die Frage ist, welche dieser Jobs er ganz oder teilweise selbst übernommen hat. Dass er dasaß u. Abend für Abend in Texten, die irgendwo kopiert wurden, einige wenige Worte austauschte z. Zweck der Verschleierung, ist irgendwie mickrig. Wir wollen hoffen, dass er dafür auch einen Ghostwriter beauftragte, der sich zwar nun als schlecht erwies, aber das Deligieren ist doch eines "großen" Mannes würdiger.

Professoren u. Studenten sollten sich nicht gefallen lassen, dass jemand damit durch kommt, es diskriminiert ehrliche wissenschaftliche Arbeit.


23.02.11, 17:16
Zu:
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-21471/plagiataffaere-hitziger-schlagabtausch-im-bundestag_aid_602717.htmlvon Gwenda

Nach Schlammschlacht in der Sand-Kaste zurück zur Tagesordnung?
Kommentar: Die Wissenschaftler im Land dürfen nicht zulassen, dass Politiker meinen, sie hätten in ihrer kleinen Sand-Kaste einen rechtsfreien Raum, wo sie sich mal mit Schlamm bewerfen können u. dann wieder im Stuhlkreis ihren Kindergarten weitermachen können, als sei nichts geschen. Entweder hat er eine Doktorarbeit gefälscht oder nicht. Dann müssen die Gesetze u. das Recht greifen, wie für jeden anderen!

Kommentar zu:
http://www.tagesspiegel.de/politik/die-droge-guttenberg/3876656.html?pageNumber=3&commentSort=chrono#kommentare

Professoren entwürdigen ihre eigene Profession
Wie ich hörte, verzichten die Professoren der Uni Bayreuth auf eine genaue Analyse der Arbeit, jetzt, nachdem Guttenberg auf den Doktortitel verzichtet hat. Ich verstehe das nicht. Es wäre doch sehr wichtig, zu erfahren, in welchem Maße und auf welchen Ebenen er getäuscht hat. Zum einen, um überhaupt beurteilen zu können, wozu er so fähig ist, schließlich ist ein Persönlichkeitsprofil schon irgendwie wichtig bei jemandem, der dieses Amt in der Politik bekleidet. Es geht ja eben nicht um das "Vergessen" einiger Quellenangaben sondern um Täuschung auf hohem Niveau und völlige Verarsche aller, die sich bei einer wissenschaftlichen Arbeit noch redliche Mühe geben. Dass das Ausmaß des Desasters jetzt im Dunkel bleiben soll, ist schlimm.

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Montag, 21. Februar 2011
Steuerzahler und Hartz IV-Leistungsempfänger in ein und derselben Person!
gwynn, 14:23h
Bzgl. des Argumentes, schließlich müsse ja der arbeitende Steuerzahler für die nicht arbeitenden Hartz IV Empfänger zahlen und daher seien Erhöhungen für diese letzteren eventuell sogar "faulen" Leute nicht gerechtfertigt - denkt mal nach, ihr Lieben:
Die meisten Menschen, die Hartz IV beziehen, arbeiten. Das fängt mit ehrenamtlicher, oft sehr nötiger Arbeit, wie der Pflege Angehöriger, an, geht über Minijobs bis hin zu jenen, die Vollzeit arbeiten, aber so wenig verdienen, dass sie auch trotz Vollzeit-Arbeit mit Hartz IV aufstocken müssen. Sind nun diese vielen Menschen, die Teil- oder Vollzeit arbeiten und mit Hartz IV- Geldern aufstocken die "guten" steuerzahlenden Arbeitenden oder die "schlechten" bedürftigen, eventuell als faul hingestellten Hartz IV-Empfänger?

Nein, die meisten Hartz IV Empfänger arbeiten und beziehen noch Gelder über Hartz IV gleichzeitig, sie zahlen Steuern und beziehen Hartz IV in ein und derselben Person! Hört also mal auf, liebe Leute, beide Personengruppen zu trennen und zu polarisieren! Denkt nach! Viele Politiker stellen diese Personengruppen als getrennt dar, weil ihnen das gut reinläuft um die Leute aufeinanderzuhetzen! Lasst das nicht zu!

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Freitag, 18. Februar 2011
Falsche Zahlen des Statistischen Bundesamtes - Notlügen für Fälschung gnutzt
gwynn, 14:54h
Tatsächlich ist es so, dass viele der durch Hartz IV Betroffenen depressiv oder psychisch krank werden. Vorgeführt zu werden in dieser Debatte um 5 oder 8 Euro Erhöhung (ein Hohn, genau wie das Kinderpaket v. 10 Euro im Monat) ist wirklich eine große Diffamierung, ich sage dies auch aus eigener Betroffenheit und der einiger Freunde von mir. Wir sind Akademiker, die in ihrer Branche keinen Eingang mehr finden. In allen anderen Branchen, in denen wir manchmal Gelegenheitsjobs finden, sind wir Quereinsteiger im Niedriglohnbereich, wo uns die anderen Mitarbeiter teils argwöhnisch beäugen (bestenfalls), weil wir "richtigen" Hilfsarbeitern die Jobs "wegnehmen".
Das ist mehr als schmerzlich, und egal was man versucht, immer hat man die Arschkarte und oft bleibt nur der Rückzug in die Isolation.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bzgl. des Existenzminimums gar nicht stimmen können: Bei den Befragungen der Haushalte der unteren 15% konnten die Befragten schließlich nicht angeben, wieviel viele von ihnen noch - sagen wir in einer rechtlichen Grauzone - hinzuverdienen - bzw. sie konnten also nicht die Ausgaben angeben, welche sie durch solche schwarzen Zuverdienste tätigen können. Ich weiß aber, wie wohl die meisten von uns dies wissen, dass viele ihren Kindern keine Schuhe mehr kaufen können, wenn sie aus den alten Schuhen zu schnell rausgewachsen sind, wenn solche schwarzen Einnahmen nicht existieren. Die Leute gehen nicht schwarz arbeiten, weil sie kriminelle Energien haben, sondern weil sie ihrer Familie ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen wollen. Ob man schwarz arbeitet oder in der Tafel, wenn am Ort eine solche ist, essen geht, kommt finanziell übrigens aufs Gleiche raus: Man kann auf die eine wie auf die andere Art schließlich im Monat über einiges mehr verfügen (über Essen im Wert von über 100 Euro oder eben über Geld).

Wer also wohltätige Leistungen (Tafel, Kleiderkammer) in der Nähe hat und dort hingeht, bekommt ja dadurch auch geldwerte Waren, ist das dann auch "anrechenbares Einkommen"? Nein. Wer soll sich in diesenm Wirrwar noch zurechtfinden und "transparente" Berechnungen anstellen und begründen können. Es ist doch eine Farce. Da werden Leute wegen minimaler existenzsichernder Werte aufeinandergehetzt und jeder kriminalisiert wegen dieser Minimalbeträge den Anderen oder neidet es ihm. Das muss aufhören.
Das macht alle Warmherzigkeit und Mitmenschlichkeit und in der Folge auch die Toleranz, Vertrauen und Freiheit im Staate kaputt. Wir entziehen uns hier unsere seelischen Fundamente gerade komplett.

Teile der Wirtschaft basieren doch bereits auf Schwarzarbeit, sehr viele Arbeitgeber haben sich doch bereits bequem darauf eingeschwungen, dass die Leute ihr "Grundeinkommen" über Hartz IV beziehen und die Arbeitgeber brauchen dann nur einen minimalen Stundenlohn zahlen, mit dem die schwarzen Arbeitnehmer dann auf eine Höhe aufstocken können, von der sie das Monatsticket für die öffentlichen Verkehrsmittel oder die Kleidung für ihre Kinder bezahlen können. Diese Haushalte werden aber sicher nicht diese realen Einkünfte, ebenso wie finanzielle Unterstützungen durch die Verwandtschaft dort bei der Befragung durch das Statistische Bundesamt angegeben haben.

Ich bin 100% sicher, dass die Zahlen dort nicht stimmen. Jeder, der sich in Hartz IV Kreisen bewegt, wird dies konkret wissen oder zumindest ahnen können. Wer nicht betroffen ist und die Politik macht, hingegen stellt sich ahnungslos. Was heute in der Politik geschieht, ist die Demontage der Humanität, die schrittweise Verrohung und Entäußerung aller Menschlichkeit und die Diffamierung und Verhetzung sowie Unterdrückung aller in Hartz IV Gestrandeten.

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Donnerstag, 17. Februar 2011
Leistungskühe und geringqualifizierte Minister(innen)
gwynn, 14:45h
Ich meine, es ist doch eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die wir Menschen zulassen, dass Löhne derartig weit auseinanderliegen. Da verdient der eine Mensch in einer Stunde 1000 Euro und ein anderer 3,50 Euro. Ich würde mich schämen, wenn ich unter solchen Voraussetzungen 1000 Euro verdienen würde in der Stunde!! Schämen sollten sich solche Menschen, wenn sie zulassen, dass ihre Mitmenschen bei harter Arbeit und gleichem Zeitaufwand nur 3,50 Euro verdienen!

Viele Politiker begründen Niedriglöhne mit dem Wort „geringqualifizierte Arbeit“. Dabei handelt es sich jedoch häufig um wichtige, um ganz unentbehrliche Arbeit, wie Putzen oder Maschinen bedienen oder Arbeit in der Gastronomie oder in der Landwirtschaft und vieles mehr. Diese Tätigkeiten gewährleisten die Grundversorgung der Menschen (Landwirtschaft) und halten die Ordnung und Hygiene in der Menschheit aufrecht (Putzen, Haushalt) oder produzieren die Güter (Maschinen bedienen). Es ist nicht einzusehen oder verständlich, dass Menschen von solcher Arbeit nicht leben können, weil sie so schlecht bezahlt wird.

Dass viele Politiker diese niedrige Lohnhöhe mit „geringqualifizierter“ Tätigkeit begründen, ist eine Dreistigkeit.

Daher will ich jetzt mal von meiner „gerinqualifizierten“ Tätigkeit berichten, für die es einen Stundenlohn von ca. 5 Euro gab.

Es handelte sich um einen Melker-Job in einem landwirtschaftlichen Großbetrieb. Die Melkanlage befand sich außerhalb des Dorfes im freien Feld, anfangs mit über 100 Milchkühen, nach einigen Jahren über 160 Kühe, da der Landwirt expandieren musste um zu überleben; die Kühe wurden im 3-Schichtsystem (also 3mal in 24 Std.) von je einer Person mit einer halbautomatischen Anlage gemolken. Das heißt, jedes Melkgerät wurde per Hand an jede Zitze (nennt man dort „Strich“) angehängt. Wenn es Probleme gab oder Entscheidungen anlagen, die den eigenen Kompetenzbereich überstiegen, musst man dies erkennen und den Landwirt per Handy kontaktieren, ansonsten war man dort meist allein. Wenn der Landwirt nicht erreichbar war, musste man irgendwie entscheiden und weitermachen, denn bei 3 Melkschichten in 24 Stunden und bis zu über 150 Kühen gibt es zeitlich nicht viel Spielraum.

Zu dieser ''geringqualifizierten'' Tätigkeit gehörte:
Das Bedienen der Maschinen bei der Vor- und Nachbereitung, der Melkanlage, der Spülanlage, der computerisierten Anzeigen an den Melkständen. D.h. Rohre und Schläuche umstellen, verschrauben, Knöpfe und Schalter am Tank, an der Spülmaschine bedienen.
Das Treiben der bis 80 Kühe starken Kuhherden aus den einzelnen Freilaufställen und Liegekojen in den hinteren Wartebereich. Misten der Liegekojen.
Bedienen des elektrischen Kuhschiebers und der elektrischen Anlage für den Einlass der Kühe in die Melkstände und den Ausgang.
Putzen der Euter und zweimaliges Anmelken mit der Hand vor dem Anhängen der Melkgeräte. Erkennen von Entzündungen, Flocken in der Milch, Krankheiten. Neu lahmende Kühe anhand ihrer Nummer notieren, kranke Kühe erkennen, melden. Erkennen, wann eine Kuh nur auf „3 Strich“, d.h. an 3 statt 4 Zitzen gemolken werden durfte.
Bei Auffälligkeiten der Milch diese nicht in den großen Tank, sondern in die Kanne melken. Schwierige Fälle erkennen und den Landwirt anrufen, damit er entscheidet. Bei noch jungen, sich wehrenden Kühen Metallbügel anlegen, damit sie einen nicht so treten, dazu eine Leiter holen um an die Kuh heran zu kommen, die auf dem erhöhten Melkgang steht. Junge Kühe, die die Milch verweigern und einen Milchstau haben, spritzen um den Milchfluss anzuregen.
Das ''Dippen'' der Zitzen nach dem Melken mit einer Jodlösung zur Desinfektion und Pflege .
Erkennen, wenn eine Kuh zu kalben beginnt. Im Extremfall Geburtshilfe leisten, wenn niemand erreichbar ist.
Von der Anzeige ablesen, welche Kuh „trocken“ steht, also nicht gemolken wird, welche Kuh „in den Eimer gemolken wird“, deren Milch also nicht in den Tank laufen darf. Erkennen, wenn ausversehen der Bulle mit in den Melkstand gelaufen ist, diesen besser nicht zu melken versuchen.
Beim Holen der nächsten Kuhgruppe alle Gatter verschließen oder umstellen, so dass die richtigen Gänge frei bzw. verschlossen sind und die Kühe nicht auf dem Rückweg in den falschen Stall laufen, was eine logistische Katastrophe ist, da es lang dauert, sie dann zwischen den anderen Kühen wieder herauszufinden und einzeln wegzutreiben.
Erkennen, was zu tun ist, wenn diverse Maschinen, Pumpen etc. nicht funktionieren. Nach dem Melken die Gänge und Melkstände gründlich mit Wasserstrahlern säubern, die Putzlappen in die Waschmaschine bringen, diese programmieren, anstellen. Die Melkgeräte einzeln einhängen, verstöpseln, den Tank verschließen, Zuleitung abschrauben, bei der Spülung anschließen, alle Geräte auf Spülung umstellen. Für den Landwirt, bzw. den nächsten Melker Notizen über kranke Kühe, unklare Fälle, etc. hinterlegen.
Nochmal in den Bereich der Freilaufställe gehen, die Gatter verschließen.
Okay soviel zum Tätigkeitsprofil und Verantwortungsbereich ''geringqualifizierter'' Tätigkeit.

Wenn ich bedenke, wie viele Menschen mit Milch und Käse, Joghurt und Butter aus nur einer einzigen Melkschicht versorgt werden können, ist es mir ein sehr großes Rätsel, warum die Helfer in der Landwirtschaft und auch die guten Kühe derartig ausgebeutet werden. Beiden, sowohl den Kühen als auch den Arbeitern sollte doch viel mehr Wertschätzung entgegen gebracht werden, die sich im Falle der Menschen auch im Entgelt äußern muss.

Ja gut, das reicht erst mal, obwohl es noch nicht alles ist. Jedenfalls glaube ich, dass jede Arbeit, wenn man sie gut machen will oder muss, heute ein qualifiziertes Vorgehen beinhaltet, so dass ich den Begriff „geringqualifiziert“ ablehne.

Ausnahme sind vielleicht tatsächlich viele Politiker, denen als Minister(innen) Bereiche unterstellt werden, in denen sie keinerlei Erfahrungen oder Ausbildungen vorzuweisen haben. Das ist doch der eigentliche Skandal! Die sind doch tatsächlich geringqualifiziert.

Daher würde ich vorschlagen, Frau von der Leyen erst einmal eine gründliche 3jährige Ausbildung als Hartz IV Empfängerin machen zu lassen. Solang sie diese Maßnahme nicht absolviert, sollte man ihr einen Lohn für Geringqualifizierte zahlen, etwas 4 Euro die Stunde, wie es nach ihrer eigenen Denkungsart dann ja angemessen wäre. Schließlich weist sie für Ihren derzeitigen Job als Ministerin für den Arbeits(losen)markt weder eigene Erfahrungen noch eine Qualifikation vor. So hat sie unlängst in einer Talkshow geäußert, zum Glück kenne sie keinen Hartz IV Empfänger persönlich im Freundeskreis. Wie kann sie dann für diese Klientel zuständig sein, wenn sie keinen Betroffenen und keine ungeschminkten Erfahrungsberichte kennt?

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Mittwoch, 16. Februar 2011
Auf das Ergebnis schauen
gwynn, 13:15h
Noch ein Kommentar von mir zur Talkrunde bei Anne Will von vorgestern: Was bekommt die Politik noch gebacken", - natürlich mit Ursula von der Laienhaftigkeit:
http://annewill.blog.ndr.de/2011/02/11/was-bekommt-die-politik-noch-gebacken/?cp=22#comments

Dritter Kommentar:
Das ganze Spekulieren, wer sind hier die Gewinner und wer die Verlierer unter den Politikern und das Ausspielen von Frauenpower oder -versagen gegen Männerdominanz, wie in der Talkshow und vielen Schlagzeilen geschehen, ist völlig müßig.
Wenn man nämlich auf das Ergebnis sieht, was herauskommen wird und sich jetzt bereits genau abzeichnet, wird alles ganz klar: Von der Leyen hat erreicht was sie wollte, denn von den anfänglichen Forderungen der Oppositionsparteien u. des Wohlfahrtsverbands von Erhöhungen des Regelsatzes um 35 Euro bis hin zu über 100 Euro – hat sie es geschafft, die SPD zu einem kleinlichen Gefeilsche zwischen 5 Euro (CDU) und 11 Euro (SPD) Erhöhung herunterzubrechen. Somit hat sie die SPD fast genau da hingeführt, wo sie sie haben wollte. Das Kinderbildungspaket von 10 Euro pro Kind und Monat wird bereits von beiden Parteien akzeptiert und ist ja wohl blanker Hohn angesichts der offensichtlich prekären Verhältnisse der Betroffenen, genau wie die 5 oder 11 Euro für Erwachsene. Das Gefeilsche um die Höhe der Sätze in diesem Minimalvolumen von 5-11 Euo ist weit davon entfernt (worden), die Übel des Arbeitsmarktes und des Systems an der Wurzel zu packen (wie v. Herrn Augstein angeregt oder von vielen hier im Blog). Und auch weit davon entfernt, den Betroffenen wirklich zu helfen.
Von der Leyen kann sich jetzt zufrieden zurück lehnen und den Rest, das letzte Gemaunze um 5 oder 11 Euro, das die Medien so sehr beschäftigt (dass sie sich erblöden und erdreisten! …) der Altherrenriege überlassen.
Da sie zäh und eisern solange alle anders Denkenden zermürbt hat, bis sie eben diess angestrebte Ergebnis fast vollständig erreicht hatte, kann sie nun loslassen. Man sollte also aus dem Ergebnis, das fast genau das von ihr Angestrebte ist, Rückschlüsse auf von der Leyen ziehen und nicht aus ihrem gegenwärtigen scheinbar etwas Kläglich-Dastehen. Frau von der Leyen ist mit das Perfideste und Menschenverachtendste, was mir je untergekommen ist und dazu dennoch sehr dumm und starr, aber auf hohem Niveau. Schlimm und gefährlich.

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Montag, 14. Februar 2011
Mutbürger, wo seid ihr?
gwynn, 17:31h
Talkrunde bei Anne Will: Was bekommt die Politik noch gebacken", - natürlich mit Ursula von der Laienhaftigkeit:

http://annewill.blog.ndr.de/2011/02/11/was-bekommt-die-politik-noch-gebacken/?cp=22#comments

Mein zweiter Kommentar zu den Kommentaren im Blog zur Talkshow:
Wenn ich diese vielen teils sehr kompetenten und kreativen Kommentare, die fast alle tiefschürfender sind, als das Gelabere von Frau von der Leyen und leider auch Frau Scheswig gestern, die sich mit ihrem launigen Gefeilsche um 5 oder 8 Euro in einem mehr als hilflosen zynischen Kreis drehten, dann frage ich mich, wo sind all diese kompetenten Kommentarschreiber dieser inhaltsreichen Kommentare hier im Blog in der Öffentlichkeit? Sie demonstrieren nicht, sie solidarisieren sich größtenteils nicht, jeder versucht nur für sich selbst, irgendwie zu haushalten und seinen Zaun eng um sein Häuschen, seine Wohnung zu ziehen.
Das Internet und die Kommentarfunktion oder die Blogs dienen dabei einscheinend als der Politik willkommene Möglichkeiten, dass die Betroffenen verbal ventilieren und sich auskotzen, ihre Ideen in Worte fassen und danach wieder in dumpfer Resignation still halten.
Wo seid ihr Leute alle?

Meine Idee war es, mit einem Schild nach Berlin zu gehen und dort auf dem Platz vor dem Reichstag jeden Tag eine Stunde im Kreis zu gehen, und dieses Schild hochzuhalten. Auf dem Schild steht einfach nur “Mutbürger”. (Nicht Wutbürger, wir wollen konstruktiv bleiben.) Nichts weiter erklären. Nicht gleich die Patentlösung aus dem Ärmel schütteln und neue Befürworter und Gegner gegeneinander ausspielen, sondern einfach nur “Mutbürger” sein. Jeden Tag mit diesem Schild schweigend eine Stunde dort im Kreis gehen.
Vielleicht werden es täglich mehr und mehr. Und vielleicht kommen dann einige Politiker doch schnell auf so intelligente Lösungsansätze oder zumindest ehrlichere Worte, so wie sie hier in den Kommentaren der Zuschauer enthalten sind – wir wollen ja wohl hoffen, dass diese Politiker geauso intelligent sind, wie die Kommentatoren hier! Man muss sie nur ein bisschen nacherziehen! (Oder sie ihres Amtes schnellstens entheben).

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Kommentar zu Anne (ge)will(t) und nicht gekonnt
gwynn, 14:36h
Talkrunde bei Anne Will: Was bekommt die Politik noch gebacken", gestern Abend - natürlich mit Ursula von der Laienhaftigkeit:
http://annewill.blog.ndr.de/2011/02/11/was-bekommt-die-politik-noch-gebacken/?cp=22#comments

Mein Komentar:
Es ist eine Schande, wie dort erwachsene Menschen saßen und launig lächelnd versuchten, Frau von der Leyen (muss man nicht erwähnen: ebenfalls launig lächelnd) zu motivieren von 5 auf 8 Euro zu erhöhen. Gibt es denn niemanden im Publikum, der sich eine solche Verarsche nicht mehr gefallen lässt und die versammelte Talkrunde – bis auf Herrn Augstein – einfach mal an die Hand nimmt und sie nach draußen vor die Tür “auf die stille Treppe” verweist. Kein Mensch interessiert sich für 5 oder 8 Euro.
50 Euro dagegen hätten zumindest ein bisschen die tägliche Existenzangst vermindert – und die gestiegenen Stromkosten bezahlt…. Wieso ständig dieses v. Fernsehsender mit Worthülsen ausgestattete Kind die 5 Euro ausgezahlt haben wollte, weiß ich nicht: Denn weder dieses Kind noch seine Geschwister bekommen diese Summe. Der Kinderregelsatz wird ja nicht erhöht. Sondern nur der der Eltern. Wenn also die 8-köpfige Familie 5 oder 8 Euro mehr im Monat hat, dann geht ihnen das wahrscheinlich am A …. vorbei. Oder sind wir bereits so speichelleckerisch geworden, dass wir dann winselnd und sabbernd vor Frau von der Laienhaftigkeit auf die Knie sinken, wenn sie davon spricht, dass den Menschen endlich geholfen werden soll, indem nun bald die sie rettenden 5 Euro ausgezahlt werden. (Kotz). Auch das Kinderpaket im Werte von 10 Euronen im Monat pro Kid, wovon Frau von der Lug und Trug dann großzügig Ballettstunden und Nachhilfe herniederregnen lässt, lässt uns doch hoffentlich eher kalt, in Momenten wo die Kids zu schnell aus den Schuhen rausgewachsen sind und nun barfuß zum Ort ihrer Bildung pilgern müssen. Auch hieß es wiederholt, bei der Neuregelung werde es den Kommunen überlassen ob die Kinder eher ein Mittagessen oder eher eine Sportart im Verein bekämen. Entweder oder. Klar, sie gehen doch gern hungrig zum Sport … Frau von der Leyen lebt in einer ganz eigenen Welt; das ist schön für sie, nur sollte man jemanden nicht Ministerin werden lassen, wenn diejenige Person sich vor der Wirklichkeit in eine leichte Dauerpsychose geflüchtet hat. Aber darin sind wir ja wohl immer noch groß. Wir hören uns ihre platten Stereotypen immer wieder gern an, wie eine lieb gewordene Massenhypnose, die uns in eine Trance versetzt. Und ewig grüßt das Murmeltier.

Ach ja, und diesen ehemaligen Banker, der sich dann zum Würstchenbudenbesitzer gemausert hat, als Beispiel für die Möglichkeit einer Existenzgründung für jedermann hinzustellen, ist zynisch. schließlich hatte er ja wohl alles Wissen und Können bzgl. Fördergelder, Kredite, Konnektions zu Geldgebern, Wissen über Finanzierung etc. – als ehemaliger Banker. Das kann man nicht bei jedermann voraussetzen.

Aber was soll man erwarten bei Anne Will. Gewillt und nicht gekonnt.

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Donnerstag, 10. Februar 2011
Lichtwelt und Bitterwelt
gwynn, 16:33h

Immer wenn ich mich frage, was ich wirklich nicht möchte, sage ich mir, was ich wirklich nicht möchte, ist verbittern. Zu häßlich, wenn der Mund nur noch ein schmaler Strich ist und sich die Mundwinkel so unhübsch nach unten ziehen. Echt unschön. Jetzt werde ich gewahr, dass ich im Internet so ein Schubladendasein führe, wie ich es sonst immer nur dem männlichen Geschlecht unterstelle. Ich meine, ich kanalisiere alles getrennt voneinander. Wie der geneigte Leser hier sieht, habe ich in diesem Blog meinen Frust reingepackt. Es gibt aber auch eine Fotocommunitiy, da stelle ich meine Bilder rein, und auf diesen Bildern versuche ich das innere Leuchten dieser Welt einzufangen, von dem ich eines weiß: so subtil es ist, so real ist es auch.
Und nun will ich mich bemühen und hier mal ein bisschen Licht reinbringen, wenn auch die Gegensätze hier in meinem Blog recht unversöhnlich gegenüberstehen.

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Mittwoch, 9. Februar 2011
Schämt euch so sehr, Politiker!
gwynn, 12:55h
Am Tag danach. Nach den gescheiterten und wieder gescheiterten und wieder gescheiterten Hartz IV Verhandlungen.
Wenn ich sehe, was sich die Bürger gefallen lassen, bin ich nur traurig. Ich weiß nicht, worüber Frau Merkel, Frau von der Laienhaftigkeit & Co da reden, aber es sind sicher nicht die Bedarfe der Bürger um die es geht.
Warum sie davon sprechen, dass sie transparente Berechnungen des Hartz IV Satzes vorgelegt haben, ist mir schleierhaft. Nur ein Beispiel: Schauen Sie sich einmal an, mit welchen Taschenspielertricks die Berechnungen für den Hartz IV Satz durchgeführt wurden, da ist alles andere als eine transparente u. auf den Grundpfeilern des Rechts basierte Berechnung herausgekommen. Ein Beispiel: Es hieß, man habe den Internetzugang mit in die Berechnung einbezogen. Tatsächlich handelt es sich um eine Summe zwischen 2 und 3 Euro im Monat, die künftig dafür zur Verfügung steht. Klar, dass man davon keine Internet- u. Tel.-Flatrate bezahlen kann, das weiß jeder. Wie kam der absurde Betrag zustande? Indem die Internetkosten aller Haushalte der unteren 15% der Einkommen zusammengerechnet wurden und dann durch die Anzahl dieser Haushalte geteilt. Da aber sehr viele dieser Haushalte im niedrigen Einkommensbereich u. in Hartz IV über gar kein Internet verfügen, kam ein Mittelwert von etwas über 2 Euro im Monat für das Internet pro Haushalt heraus, und diese Summe steht nun jedem Haushalt der Menschen, die Hartz IV beziehen oder aufstocken, dafür zu. Internet ist heute aber Voraussetzung für Stellensuche u. das Finden v. Niedrigpreisen beim Einkauf, dem billigen Stromanbieter etc., hilft definitiv sparen!Ist also für Leute, die sparen müssen, wichtig.

Mit der hier beschriebenen Methode werden Haushalte, bei denen wirkliche Mangelerscheinungen herrschen (viele haben gar keine Betten mehr, keine Bezüge, sie schlafen auf Matratzen am Boden) zur offiziellen Berechnungsgrundlage!!! Eine Negativspirale.
Dass der Internetzugang mit in die Berechnungen integriert wurde, ist also eine Farce. So kam dieser Regelsatz zusammen u. so wird argumentiert.
Jedem anderen würde man nach solchen Tricksereien versuchen, den Unterschied zwischen Wahrheit und Mogelei klar zu machen; Politiker dürfen auf diese Weise weiterarbeiten auf Kosten der Bürger - ein Skandal. Denn wie im Beispiel des Internetzugangs verfahren wurde, so sind ja auch weitere Posten in diesen Berechnungen zustande gekommen!!! Ungeheuerlich.

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Donnerstag, 3. Februar 2011
Hartz IV Empfänger, das Futter für die hungrigen Tiere!
gwynn, 01:53h
Und hier ist noch eine kleine Theorie von mir:

Hartz IV Empfänger und Niedriglöhner bzw. Aufstocker werden ganz absichtlich auf einem Level knapp unter Existenzminimum gehalten. Nur der tägliche Kampf mit den Behörden und Arbeitgebern um Cent-Beträge, nur die Angst in jeder Nacht, die Nebenkosten etc. nicht zahlen zu können, die Zahnbehandlung nicht zahlen zu können, etc. – nur all diese Ängste und diese täglichen daraus resultierenden zermürbenden Bemühungen, sich die eigene Menschenwürde in einem Minimalprogramm irgendwie zu erhalten oder wieder neu herzustellen, - gewährleistet dem System eine gewisse Stabilität. Warum? Darauf komme ich gleich.

Das gleiche gilt bzgl. des endlos schlechten Gewissens, das man den Opfern des Systems einbläut mit offenen oder versteckten Hinweisen – täglich – auf ihre angebliche Unfähigkeit, einen Job zu finden oder auszuüben. Jeder Pseudo-Psychoberater kommt ihnen mit der Positiv-Denken-Schiene, die sie als pessimistische, selbst schuldige Loser abstempelt und ihnen einprägt, sie müssten nur positiv denken und den ganzen Tag strahlend vor sich hin murmeln „das Glas ist halb voll, halb voll und keinesfalls halb leer“ und dann … dann, wenn sie dies wirklich glauben, gibt es infolge des positiven Denkens auch den Traumjob. Und solange sie den Traumjob nicht ergattert hätten, sei dies ein Symptom, dass sie eben noch nicht positiv gestimmt seien, sich nicht gut präsentierten und somit die Hilfe des Psyho-Beraters weiterhin dringend bräuchten.

Was ich meine: Ganz einfach. Indem man diese Menschen klein und kleiner macht, krank und kränker, für dumm und dümmer verkauft – sichert man einem großen und immer größeren Heer weiterer potentieller Arbeitsloser doch noch Arbeit:
Psycho-Berater, Therapeuten, Dozenten, Weiterbildner, Bewerbungstrainer, Bildungsinstitutsmitarbeiter, Persönlichkeitstrainer und viele ähnliche in Sachen Förderung, Training, Beratung, Therapie, Motivation (kotz) etc. Unterwegs-Seiende erhalten auf diese Weise ihre angeblich hilfreichen Jobs, mit denen sie ihre Schützlinge erziehen oder beleben sollen (kotz kotz).
Und wie erfreut sind sie darüber, so nützliche Dinge diesen psychisch darniederliegenden Hartz IV Empfängern angedeihen lassen zu können. Endlich genügend Klientel für ihre hilfreichen Seelen. Keine Angst Ihr Lieben. Erfahrungsgemäß sind ca. ¼ der in Hartz IV Gerutschten nach 4-6 Jahren Hartz-IV-Genuss psychisch krank geworden und benötigen eure bezahlten Dienste als Berater und Therapeuten oder Motivationstrainer.
So „züchtet“ man absichtlich eine Menge verzweifelte, finanziell und psychisch zermürbte Menschen: Diese stellt man dann jenen als Futter zur Verfügung, die sich einfach nicht damit zufrieden geben wollen, nur in Hartz IV rumzulungern. Die dürfen sich dann als Helfer profilieren. Indem man also nicht nur Hartz IV Empfänger gegen Sozialhilfe-Empfänger, gegen Migranten, gegen Osteuropäer, gegen Niedriglöhner, gegen angebliche Schmarotzer gegen „ehrliche“ Hartz IV Empfänger gegen Aufstocker gegen Faulenzer gegen ehrenamtlich sich Abarbeitende ausspielt – sondern all diese auch nochden sich zu Weiterbildnern, Beratern, Helfern berufen Fühlenden - ansonsten eigentlich ja auch Arbeitslosen – zum Fraße vorwirft und damit eine weitere Front schafft; - indem also das geschieht, ist bereits ein großes Menschenexperiment grausamer Natur im Gange.

Wacht auf Leute und macht das nicht mit!

Durch dieses Zerhacken in viele Hierarchiegefälle unter all diesen Arbeitslosen und Menschen im Niedriglohnbereich wird eine Art negatives Gleichgewicht erreicht, indem alle Aufgezählten sich aneinander abarbeiten oder/und sich gegenseitig anfeinden. Als ob einer Menge hungriger Wesen immer wieder neue kleine Brocken hingeworfen werden, um die sie dann streiten, während die Drahtzieher im Hintergrund ihre Ruhe haben und nicht mehr beachtet werden. Ich meine leider bitter ernst, was ich hier sage und bedaure sehr, dass ich all diese Dinge erleben muss. Ich bin mitten in einem Land, in dem die grausamen Dinge wieder geschehen – unter neuen Vorzeichen, in neuer Form der Perfidie.

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Mittwoch, 2. Februar 2011
Erziehungsmaßnahme für einen Politiker
gwynn, 14:31h
Hier meine Kommentare bei "Welt-Online" zu dem Artikel über die Sendung: Late Night "Maischberger" von gestern Abend,
"Wenn Arbeitslose Kaufen üben und Puzzleteile zählen."
http://www.welt.de/fernsehen/article12419170/Wenn-Arbeitslose-Kaufen-ueben-und-Puzzleteile-zaehlen.html

1. Kommentar:
Es ist ja noch schlimmer, als in der Sendung gezeigt. Frau Danzer, die diese Parole "Wer arbeiten will, findet auch Arbeit" hochhielt und lange bereit war, für 3,50 Euro die Std. zu arbeiten, konnte doch nur überleben, weil ihr Mann "richtig" verdiente. Als Singel hätte sie ja auch trotz aller Bemühungen mit Hartz IV aufstocken müssen! Und bzgl. des Widerspruchs zwischen Fachkräftemangel einerseits und sinnlosen Maßnahmen andererseits kann ich aus Erfahrung als Ex-Dozentin dort nur sagen: Es wird in diesen Maßnahmen keineswegs das geschult, was in der Wirtschaft gebraucht wird! Gerade spezielle fachliche Qualifizierungen sind für den Arbeitsberater der Arbeitsagentur böhmische Dörfer. Er will gar nicht wissen, was es an speziellen Branchen, Maschinen und Fachkenntnissen gibt. Anscheinend gibt es auch keine Erhebungen der Arbeitsagentur bei Arbeitgebern, was sie genau brauchen. Denn dann könnte ja genau das geschult werden! Das will aber keiner, denn das könnte ja funktionieren!


Zu Yogi's Kommentar:
Yogi sagt: Ich sehe mir solche Krawallsendungen wie Maischberger und Co überhaupt nicht mehr an. Das belastet nur mein Karma negativ!

Zu diesem Kommentar sage ich:
An Yogi: Ja, das kann ich verstehen. Es belastet wirklich das Karma. Ich habe da gestern zufällig reingezappt und sofort stieg mein Adrenalinspiegel und ich konnte nicht mehr wegzappen, während ich mich ärgerte, ärgerte, ärgerte ...
Noch eins: Ich verstehe nicht, warum niemand diesen Herrn Metzger zur Tür hinaus gewiesen hat. Ungehindert konnte er von den Arbeitslosen als von "den Pappenheimern" reden und davon, dass sie erst mal in den Maßnahmen neu lernen müssten, wie man überhaupt einen Arbeitsalltag überlebt. Warum schreitet hier niemand ein und setzt solche Leute wie Metzger sofort "auf die stille Treppe" vor die Tür. Wir haben doch Supernannis für Kinder und Hundeflüsterer für Hunde und Türsteher bei Discos, alle sorgen für Konsequenz und dafür, dass Menschen, die beisammensitzen, dies in geordneter Weise tun können. Warum haben wir keine Nannis und Türsteher für Politiker, die hier konsequent durchgreifen: ohne Worte sofort das betreffende Objekt aus dem Raum entfernen.


Ups! Mein Kommentar über Herrn Metzger wurde eliminiert!

Schnell poste ich noch mal dort eine verbesserte Version davon:

Das ist mir noch nie passiert! Weg ist mein Beitrag! Was war denn schlimmes an meinem Beitrag? Hier ist er noch mal:
Ich verstehe nicht, warum niemand diesen Herrn Metzger zur Tür hinaus gewiesen hat. Ungehindert konnte er von den Arbeitslosen als von "den Pappenheimern" reden und davon, dass sie erst mal in den Maßnahmen neu lernen müssten, wie man überhaupt einen Arbeitsalltag überlebt. Warum schreitet hier niemand ein und setzt solche Leute wie Metzger sofort "auf die stille Treppe" vor die Tür. Wir haben doch Supernannis für Kinder und Hundeflüsterer für Hunde und Türsteher bei Discos, alle sorgen für Konsequenz und dafür, dass Menschen, die beisammensitzen, dies in geordneter Weise tun können. Warum haben wir keine Nannis und Türsteher, die hier konsequent durchgreifen: ohne Worte sofort das betreffende Objekt, in diesem Fall Herrn Metzger, als konsequente Erziehungsmaßnahme aus dem Raum entfernen.
Was ist schlimm an dem Beitrag? Erziehung eines Politikers ist wichtig!

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Dienstag, 1. Februar 2011
Frauenquote: Schon wieder eine neue Sau durchs Dorf gejagt …
gwynn, 14:24h
Nicht, dass ich was gegen eine Frauenquote hätte, aber es fragt sich doch, warum kommt Frau von der Laienhaftigkeit gerade jetzt damit. Sie will damit von ihrem Hartz IV-Debakel ablenken und die gegnerischen Parteien wie die Grünen oder die SPD weich stimmen, das ist meine Überzeugung. So dass diese sich dann vor Freude über eine Frauenrechtlerin und Mitstreiterin aus den Reihen der CDU mit diesem katastrophalen Minimal-Angebot für die ALG II Bezieher abspeisen lassen, dieser "Erhöhung" um 5 Euro und diesen 10 Euro für Kinder im Monat, wovon diese dann Ballett, Geige und Reiten lernen sollen (....): was jemandem, der von Hartz IV bzw. als Aufstocker leben muss, nur ein müdes Schulterzucken entlockt, oder die Bemerkung, dass sie sich das in den A.... schie... kann. Jedenfalls ist es doch sehr sehr merkwürdig, dass sie sich gerade jetzt ohne allen Sinn und Verstand auf diese Thematik stürzt. Oder interessieren sie nur gerade deshalb die Elitefrauen, die in Führungspositionen gehören, so sehr, weil sie es nicht mehr erträgt, ständig mit der Hartz IV-Problematik und lauter unterbezahlten Verkäuferinnen, Küchenhilfen, Pflegehelferinnen und Alleinerziehenden am Existenzminimum befasst zu sein. Ach ich wäre so froh, wenn Frau von der Laienhaftigkeit von der Bildfläche verschwinden würde. Ist doch so auch schon alles schlimm genug, oder?


Politiker, die wie ausgelaufenes schädliches Erdöl auf den Wassern des Staates treiben … Mit der „Leichtigkeit des Seins“ gesegnete Geschöpfe wie „Teflon-Merkel“ und „Frau von der Laienhaftigkeit“ geben nach außen immer ein gutes Bild ab: Da sie jenseits aller Erdung, wie darüber schwebend über die Realität hinweg gleiten – völlig unbeeinflussbar durch schwächende Eigenschaften wie Humanität, Mitgefühl oder die Fähigkeit, mal hinzuhören und die Bedarfe der ihnen anvertrauten Bürger ernst zu nehmen. Sie werden gewählt, weil sie eine Fassade nach außen abgeben, die aalglatt und hübsch anzuschaun ist, und wenn auch im ganzen Land Millionen Bürger verarmen und immer weitere Teile des eigentlich schönen Landes im Osten brach liegen ... und die Bürger nicht mehr die Kapazitäten haben, ihr Land und ihre Häuser imstand zu halten, in immer kleinere Wohnungen ziehen müssen, und bald gezwungen sind, massenweise im Altersheim als Ein-Eurojobber Unterschlupf zu finden um sich mal aufzuwärmen, weil sie sich zu Haus den Haushalt und die Heizkosten nicht mehr leisten können …

Das ist ja kein Science Fiction sondern bereits Realität.

Ach übrigens, wie interessiert und informiert die Kanzlerin bzgl. des Themas ist, sieht man daran, dass sie vor einigen Monaten ja auch nicht wusste, dass die Elektrizitätsrechnung auch noch mit vom Unterhaltsgeld bezahlt werden muss. Für sie eine unwichtige Bagatelle - für viele Hartz IV Empfänger - und es trifft Millionen von Bürgern, eine Frage von Auskommen oder immer tiefer in die Miesen Abrutschen: Existenzminimum haben oder nicht haben!



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Vor ein paar Wochen habe ich einen Kommentar zu einem unglaublich drögen und oberflächlichen und selbstbeweihräuchernden Interview der Zeitschrift Brigitte mit Frau von der Laienhaftigkeit geschrieben, den ich jetzt hier mal reinstelle:

Der schnellzüngigen Frau von der Leyen und ihrem unsäglichen Gelabere stehen Millionen oft qualifizierter bis hochqualifizierter Menschen im Hartz IV-Bezug u. im Niedriglohnsektor gegenüber, die sich mit Frau v. der Leyens realitätsverzerrender Art, wie sie sich zur Erzieherin u. Beschützerin dieser Menschen aufwirft, nicht im mindesten identifizieren können. Sie entmündigt die Menschen, suggeriert, dass sie ihre Kinder nicht selbst mehr beschützen u. erziehen können und geht dann mit diesem zynischen Angebot über 5 Euro und einem angeblichen Bildungspaket hausieren, das einfach lächerlich ist: da ja noch nicht mal der Fahrweg zum Ort des Geschehens (Sportverein etc.) übernommen wird.
Pro Kind kann man davon ja kaum 1 Nachhilfestunde pro Monat zahlen. Teilhabe sieht anders aus.Seit einiger Zeit merke habe ich, dass die Medien eine fassadenhafte Parallelwelt konstruieren, die mit unserer Realität nichts mehr zu tun hat. Ist ja auch nachvollziehbar: Denn alle, die bei Medien Anstellungen haben, verdienen genug, u. bekommen kaum mit, wie viele es bereits sind, die von staatlicher Unterstützung leben müssen oder aufstocken mit Hartz IV: Daher glauben wahrscheinlich all diese Zeitschriften- u. TV-Reporter das Märchen vom Aufschwung - sie und die Politiker leben aus meiner Sicht in einer permanent wahnhaften Welt - ähnlich wie damals am Ende des 2. Weltkriegs, als die maßgeblichen Machthaber im Bunker unten mit ihrer Modelleisenbahn spielten u. Dauerpartys veranstalteten um sich zu betäuben und zu täuschen, während in der Realität der Zusammenbruch nahte - wobei ich hier noch nicht die Situationen, wohl aber diese Realitätsferne vergleichen möchte.

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Freitag, 7. Januar 2011
Laienhafte Lügen
gwynn, 18:09h
In meinem Frust angesichts der Politik unserer Arbeitsministerin und ihrer Partei begann ich Kommentare (meist als „Gwenda“) zu Pressemeldungen zu schreiben, hier stelle ich sie mal ins Netz, noch ergänzt durch weitere Betrachtungen. Ein paar Wiederholungen bitte ich zu entschuldigen.

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Längst geht es nicht mehr um die angeblichen jeweiligen Themen selbst: Ob Transparenz der Berechnungen, Sozialpädagogen an den Schulen, 5 Euro mehr oder 5 Euro weniger … all das ist ja lächerlich!!

Wenn es darum ginge, die durch die hohe Arbeitslosigkeit und das Wegbrechen der anständig bezahlten Vollzeitstellen verursachten Schäden aufzufangen; - wenn es darum ginge, Menschen in unserem Staat wirklich zu unterstützen und zu versorgen, so dass sie neu durchstarten können oder aber sich Ehrenämter suchen könnten um etwas Nützliches zu tun, dann würde man doch einfach eine Versorgung gewährleisten, von der die Betroffenen mit einem kleinen Puffer, der ihre Existenzängste vermindert, leben können. Da ich als Alleinerziehende häufig am Existenzminimum lebte, weiß ich genau, was es ausmacht, ob man Monat für Monat Angst haben muss, immer tiefer abzurutschen oder ob man einigermaßen in Sicherheit leben kann. Das handelt sich tatsächlich nur um 50-100 Euro die man mehr oder weniger hat, aber wenn man sie weniger hat, dann rutscht man immer tiefer in die Miesen, egal wie man sich bemüht, zu sparen. Wenn man sie hat, kann man es bewältigen, wenn mal ein Gerät defekt ist oder ein Kind schnell aus einer Schuhgröße heraus wächst und noch mal neue Schuhe braucht.

Menschen jedoch so im Stich zu lassen, wie es gegenwärtig hier im Staat der Fall ist, ist zynisch.

Die ganzen Debatten, jeden Tag ein neues Thema, drehen sich ja in immer minimaleren Spielräumen um geringe Cent-Summen, mit denen Politiker sich trauen, öffentlich hausieren zu gehen und zu feilschen – während auf ihren eigenen Konten sich als Lohn für diese desaströse Tätigkeit Unsummen von Euro anhäufen.
Warum Deutschland mit duldenden Kuhaugen diesem hirnlosen und panischen Tun passiv zuschaut, weiß ich beim besten Willen nicht.

Es ist überhaupt nicht schwer, die Summe zu ermitteln, mit der Menschen ein Auskommen haben können, und es ist auch für diesen Staat nicht schwer, sie zu zahlen! Allein, es fehlt der Wille!

Es herrscht ein großer Unwille, sich gegenseitig fürsorglich zuzuwenden! Es ist kein Vertrauen da von Mensch zu Mensch, dass Menschen es wert sind, gut behandelt zu werden. Hier schleicht sich eine menschenverachtende Mentalität durch die Hintertür wieder ein, welche all die Jahre latent vorhanden war und nun offener hervorbricht: All die Jahre, in denen fassungslos gefragt wurde: Wie konnte das Schreckliche je in Deutschland geschehen? Wie konnte uns das geschehen? Und: Nie wieder darf es das in Deutschland geben!

Und nun holt uns dieses Trauma wieder ein.

Da geht eine Politikerin – die niedliche Frau von der Laienhaftigkeit - hausieren mit dem Spruch: „Ich muss kein Baum im Regenwald sein um einen solchen schützen zu können.“ Damit meinte sie: Ich muss selbst kein Hartz IV Empfänger oder Mensch im Niedriglohnsektor sein, um einen solchen schützen zu können. Ein feiner Spruch.

Und so fern wie der Baum im Regenwald ist ihr auch der Hartz IV Empfänger. Und was sie eigentlich meinte, denn dies ist doch eine Freud'sche Fehlleistung irgendwie, die ihr da unterlief, ist: Ich lasse euch alle im Regen stehen. Denn der Baum im Regenwald gedeiht so gut im Regen. Und auch der Hartz IV Empfänger braucht Regen, dort sollte man ihn stehen lassen, da alles ja im Regen und nur durch Regen gut gedeiht. Unsere gute Gärtnerin, die Ursula ja!

Aber wie kam unsere Frau von der Laienhaftigkeit denn nur überhaupt auf diesen fruchtbaren Vergleich? Was ist da in ihrem kleinen zierlichen Köpfchen und ihrem kleinen zierlichen Gehirnchen vor sich gegangen? Ach ja, dämmert es mir nun doch:
Harz, ja Harz! Der zähflüssige Lebenssaft eines Baumes! Wenn sie „Hartz“ hört, fühlt sie sich an „Harz“ erinnert, schon sieht sie Bäume vor ihrem inneren Augen, und ja, die beklagenswerten Bäume im abzuholzenden und abgeholzten Regenwald. Wie das Harz aus ihren abgeholzten Stämmen quillt! Ja hallo!

Unsere Hartzer im Regenwald stehen lassen. Ne abholzen! Ne, ach so, ja, schützen! Ja, schützen hat sie gesagt, unsere kleine Schützin! Sie ist eine gute Schützin, jawohl, eine Jägerin, eine Diana, die Königin der Jagd im Wald! Natürlich. Sie wollte sagen:
Ich muss eine Schützin sein um die Hartzer abzuholzen. Oder, ne, ne: Ich muss kein Hartzblut vergießen, wenn ich die Hartz IV-Empfänger im Regen stehen lasse. Oder, ne vielleicht dies: Ich muss mich im Regenwald schützen, wenn der Hartz IV-Empfänger sein Hartzblut vergießt. Oder, besser noch: Ich muss mich in einen Regenwaldbaum verwandeln, bevor mich der Hartz-IV Empfänger erkennt!
Na dann, mach hinne, kleiner Regenwaldbaum – Ursula!


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Zitat: “Wer mehr Geld in Hartz IV möchte, der muss auch sagen wofür: Für Alkohol oder für Tabak, für Flugreisen oder Pauschalurlaub“,
für diese ihre Worte sollte Frau von der Leyen mit sofortiger Wirkung ihres Amtes enthoben werden. Weiterhin sollte ihr eine arbeitsfördernde Maßnahme zugestanden werden, nämlich eine 3jährige grundständige Ausbildung zur zertifizierten Hartz IV Empfängerin. Damit sie einfach mal angelernt wird.
Als Prämie für die bestandene Ausbildung zur Hartz IV Empfängerin erhält sie dann die 5 Euro Hartz IV Erhöhung und ihre mittlerweile etwas harten selbstgebackenen übriggebliebenen minimalistischen Kekse (die sie Weihnachten in erpresserischer Absicht an die Kollegen in anderen Parteien verteilte um diese zu speisen - wess Brot ich ess, des Lied ich sing) zurück.
Ich würde so gern sagen, sie soll sich das alles in den ‘erster Buchstabe vom Abc’….. sch….., aber das sagt eine friedliebende Akademikerin ja nicht, auch wenn sie zeitweise von Hartz IV leben muss.

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Es wundert mich, dass in Kommentaren zu den Pressemeldungen so viele Menschen zwar Meinungen abgeben, aber wenig von ihrer eigenen Situation erzählen. Daher fang ich hier mal an damit und glaube, dass ich nicht allein mit einer solchen Situation bin: Ich war alleinerziehende Mutter, bin promovierte Literaturwissenschaftlerin. Ich habe trotz wirklich umfangreicher Bewerbungen keine Festanstellung auf einer meiner Qualifikation angemessenen Ebene bekommen und arbeite daher freiberuflich quer durch fast alle Branchen. Da die Auftragslage für besser bezahlte freiberufliche Jobs im Bereich Fachbuchlektorat (worin ich die meiste Erfahrung besitze) schlecht ist, arbeite ich viel für Studenten, die ihre Examensarbeiten korrigieren lassen und Ähnliches. Stundenlohn sind manchmal nur 3,00 Euro. Auch als Dozentin an Bildungsinstituten der Erwachsenenbildung bekommt man mittlerweile in vielen Bereichen solche Dumpinglöhne, dass man nicht davon leben kann. Vor allem wird Vor- und Nachbereitungszeit, die sehr aufwendig sein kann, nicht bezahlt, aber vorausgesetzt. Außerdem renoviere ich Wohnungen, mittlerweile putze ich, arbeite als landwirtschaftliche Helferin, bekomme zeitweise aufstockend Hartz IV. Nun habe ich die 50er-Grenze überschritten, was für eine Karriere wenig förderlich ist und sehe einer Rente um die 450 Euro entgegen, wenn sich nichts ändert. Dazu kommt, dass das Skelett durch die körperliche Arbeit verschleißt und ich das in dem Umfang künftig nicht mehr leisten kann. Dabei habe ich mich all die Jahre weitergebildet, 2 Kinder erzogen und sehr viel gearbeitet. Das nur zu der verbreiteten Ansicht, Hartz IV Empfänger seien größtenteils ungebildet oder gar faul. Ich meine, viel mehr Betroffene könnten sich zu Wort melden und mal durch Offenlegung ihrer eigenen Erfahrungen diesen in den Medien und durch Politiker verbreiteten Vorurteilen entgegenwirken. Ich meine, wir sollten uns wehren. Frau von der Leyen kann die fünf Euro übrigens gern behalten. Von dieser Person möchte ich gar nichts annehmen. Sie hat ja noch nicht mal eine grundständige Ausbildung zur zertifizierten Hartz IV Empfängerin absolviert und ist daher inkompetent. Sie in diesem Job einzusetzen, war extrem fahrlässig.


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Ich schwenke absichtlich nicht auf die Ebene dieser angeblichen Transparenz (der Berechnungsgrundlage für Hartz IV) ein, weil es eine entmenschte Ebene ist: Ein Beispiel: Wir hatten das nämlich schon mal, ganz früher, vor Jahrzehnten, bei der Sozialhilfe: Da wurde genau berechnet, was ausgegeben werden durfte. So durfte das Festessen an Weihnachten für den Mann 20 DM kosten, für die Frau 15 DM, und zwar, weil die Frau ja beim Kochen schon so viel probiert, dass sie nachher beim Essen schon etwas satter ist als der Mann. Das wurde auf diese Art so festgesetzt. Es gab auch genaue Vorgaben, was der Weihnachtsbaumschmuck kosten durfte auf der Berechnungsgrundlage einer Christbaumkugel usw. usw. Diese Art der Berechnung wurde dann später abgeschafft, weil erkannt wurde, dass man es so nicht machen darf.

Und was ist Transparenz bezogen auf das Existenzminimum? Wenn man zum Beispiel die Leute alle in ein künstliches Koma versetzt, werden sie so grade am Leben gehalten. Dann brauchen sie nicht mehr so viel Nebenkosten für Energie oder Nahrung. Ist das das menschliche Existenzminimum? Der Gedanke liegt nahe, dass wir uns diesem Zustand langsam annähern: Denn indem Frau von der Leyen ja nun die Idee hat, dass so viele Ein-Euro-Jobber bald im Altersheim tätig sein werden, erreicht sie damit natürlich, dass diese Ein-Euro-Jobber dort in den Seniorenheimen auch am zentral gekochten Essen teilnehmen, zentral gekochten Kaffee genießen und auch auf die Altenheim-Klos gehen. Die ein-Euro-Jobber sparen somit ihren teuren Einzelhaushalt zuhause ein, da sie nun Energie, Kaffeewasser und Klospülung im Altersheim genießen dürfen. Das mündet dann in eine Art erzwungene Gemeinschaftshaltung von Menschen ein, wobei unter festgelegter Tagesstruktur und Rollenverteilung die Alten und die Hartzler aufs trefflichste vereint gemütlich umeinandhocken. Na, dann ... So nähern wir uns doch einem transparenten kostensparenden Existenzminimum an, so ein bisschen nah dran am künstlichen Koma, aber noch gesellschaftsfähig, oder?


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Meiner Meinung nach ist es grundsätzlich nicht möglich, auf der Basis der Frage, was denn das Existenzminimum sei, einen Betrag auszurechnen. Ein Beispiel: Wenn man uns in ein künstliches Koma versetzt, dann verbrauchen wir nur ein Minimum Energie. Wir brauchen wenig Essen, wenig Wärme, wenig Kleidung und schon gar keine modische Kleidung. Da wir nicht in den Schnee rausgehen, verbrauchen wir dann keine Winterstiefel mehr usw.
Aber wir werden so eben grade am Leben gehalten. Ähnliches versucht Frau von der Leyen mit den Menschen. Jeder Hartz IV Empfänger weiß, dass er Energie spart, wo es nur geht. Man hat ein schlechtes Gewissen und Angst wegen der Kosten, zu heizen, aber wenn man nicht heizt, muss man sich bewegen um sich warm zu halten: dann verbraucht man mehr Kalorien, das kostet dann auch wieder Geld für mehr Nahrung.
Daher gibt es ja jetzt eine schöne Lösung, die Frau von der Leyen überall verbreitet: Der Ein-Euro-Job im Altersheim: Wenn die Ein-Euro-Jobber da arbeiten, verbrauchen sie keine Privatenergie mehr, wie das Betreiben eines eigenen Haushalts, sondern profitiern von der gemeinsamen Heizung, der Klospülung und der Kaffeemaschine im Altenheim. (Eventuell bleiben in den Schnabeltassen noch leckere Essensreste, die auch noch verwertbar sind!) Dort findet also eine Art preisgünstige Gemeinschaftshaltung von Menschen statt, die die Alten und die Loser der Gesellschaft aufs beste vereint u. so eben grade am Leben hält! Fein, fein. Ich hoffe, man merkt, dass dies Galgenhumor ist und dass ich sehr hoffe, dass Frau von der Leyen & Co wieder in jene Löcher verschwinden aus denen sie hervorgekrochen sind.
Eine faire Regelung für alle Menschen, die in unserer Gesellschaft dank dem Stellenabbau und der Schließung von Betrieben sowie den veränderten Arbeitsbedingungen nicht mehr genug bezahlte Arbeit finden, kann nicht auf Grund eines ins endlose minimierbaren Existenzminimums errechnet werden, sondern nur mit ethischen Grundsätzen, Fairness, Anteilnahme und Partnerschaftlichkeit der Menschen und auch der Wirtschaft miteinander gefunden werden.
Frau von der Leyen hätte nie dieses Amt bekleiden dürfen, bevor sie nicht eine fundamentale 3jährige Ausbildung als Hartz IV-Empfängerin vorzuweisen hat. Das kommt davon, wenn man eine unqualifizierte Kraft als Arbeitsministerin zulässt. Wie dumm muss man sein!!


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Ich habe nicht an den Aufschwung geglaubt, glaube nicht an ihn und werde nicht an ihn glauben. Und wenn man sich die Stellenangebote ansieht, kann man sehen, dass es fast alles über Zeitarbeitsfirmen u. Personalvermittler läuft, die holen sich auch noch ihren Anteil raus. Gleichzeitig greifen oft mehrere Personalvermittlungen auf dasselbe Jobangebot zu, so dass es so aussieht wie 5 offene Stellen, aber es ist immer dieselbe, nur von verschiedenen Vermittlern ins Netz gestellt. Ein Hohn. Auf diese Art wird der Stellenmarkt gefälscht.
Am besten fährt man bald damit, immer pauschal das Gegenteil von dem zu glauben, was die Medienmaschinerie dieses Staates grade groß propagiert: - um den Blick der Massen in eine bestimmte Richtung zu lenken und von dem abzulenken, was sie wirklich grad ausmauscheln. Eine feine Gesellschaft!

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Montag, 18. Januar 2010
Erste Fortsetzung zum Beitrag: “ Ich bin Methusalem“
gwynn, 13:38h
Symptome, dafür dass ich METHUSALEM bin.

1. Symptom:

Ein Anzeichen von mehreren, das darauf schließen lässt, dass ich Methusalem bin, ist, dass ich keine Arbeit mehr finde. Es scheint, dass die Arbeitgeber vor mir zurückscheuen, wie der Teufel vor der Beelzebübin.
Nach der ersten Kontaktaufnahme mit einem potentiellen Arbeitgeber bekomme ich die unmissverständliche Ansage bzw. Absage, dass ich an solchen heiligen Orten arbeitender Menschen nichts mehr zu suchen hätte. Das wird natürlich nicht so drastisch ausgesprochen, aber ich merke doch, wie die ganze Atmosphäre umschlägt, und sich allen die Haare sträuben, wenn ich mich als arbeitswilliger Mensch dort vorstelle. Es wird subtiler rübergebracht, so dass man nichts entgegensetzen kann. Perfide, ihr smarten Youngsters, dass euch der Teufel hole!!
„Hu, hu um Gottes willen, hierkommt ein Methusalem“ - diese Aussage scheint den anderen aus allen Poren zu dringen, wenn ich auf der Matte stehe – und nun haben sie, die Armen, noch das Problem, mich loswerden zu müssen, ohne mir den eigentlichen Grund so deutlich ins Gesicht sagen zu können.
„Was tust du hier, Methusalem?“, sagen ihre Blicke, „was stellst du uns auf diese Probe, warum belästigst du uns mit deiner Anwesenheit?“
Schlimm genug, dass es euch gibt, ihr Methusalemme, Methusalemminge, sagen ihre genervten Minen, aber uns hier, in den heiligen Hallen hart arbeitender Menschen unter die Augen zu treten, ist doch eine Unverschämtheit! Weiche von mir, Methusalem, geh‘ deiner Wege, häng ab im Cafe bei einem Stück Torte mit Sahne, wo du hingehörst Methusalem. Selbst Udo Jürgens hat das schon gewusst, wo dein Eckchen ist, ab auf die stille Treppe, würde die Supernanni jetzt sagen. „Und ja, vielleicht ist das ja die Lösung für dich, Methusalem: Du brauchst eine Supernanni, eine Methusalemflüstererin, jemand der euch genau zeigt, wo ihr hingehört in der Hierarchie der Wesen.
So wie auch Bello gelernt hat, dass er nicht auf die Couch in Augenhöhe mit der Menschheit gehört, müsst ihr auch lernen, wo euer kleines Eckchen hinterm Ofen eurer Sozialwohnung ist. Bleibt dort, ihr Methusalemme, bestellt euch das Essen auf Rädern, denn euer Anblick in der Öffentlichkeit ist nervig. Seht zu, dass ihr uns nicht behelligt. Schließlich tun wir euch auch nichts!
Ja, so bin ich jetzt also Methusalem, zwar rund 30 Jahre früher als ich es geglaubt habe, aber Alter ist eben etwas Relatives heißt die Lektion, die ich zur Zeit lerne, weil ich sie lernen muss. Und so gilt es auch für mich: „Lebenslanges Lernen“ wie es so gutmeinend heißt. Dies jedenfalls habe ich gelernt: Ich bin Methusalem.

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Mittwoch, 13. Januar 2010
Ich bin Methusalem - aber warum?
gwynn, 00:09h
Liebe Leser(innen), liebe Innenschau,

ja, in den letzten Tagen habe ich drüber nachgedacht, mit was ich mich hier eigenlich präsentieren will.

Ich meine, die Palette reicht von gut aufgemachten Beiträgen, die wie richtige Artikel ein Thema haben und witzig oder irgendwie stilistisch ansprechend aufbereitet sind, eventuell auch mit einem gehörigen Abstand zu meiner privaten Person, - bis hin zu sehr persönlichem herzschmerzigem Gemaunze über mein höchtspersönliches tägliches Erleben oder Erleiden.

Doch das Schwierige mit so einem äußeren Rahmen ist ja, dass man sich nachher an die selbstverordneten Vorgaben halten muss. Auch wenn man dann merkt, dass man sie eigentlich sprengen möchte ...

Und dann fällt mir vielleicht zu den selbstauferlegten Regeln kein Thema mehr ein und andere Dinge, die mir gegenwärtig dann eventuell mehr am Herzen liegen, kann ich gar nicht im Blog aufgreifen, weil es nicht in das Konzept reinpasst.

Also werd ich hier mal eine gewisse Freiheit von jeglichem vorgefassten Vorsatz einführen - vielleicht bis auf die Ausnahme, dass ich nichts oder zumindest möglichst wenig schreiben will, dessen ich mich am nächsten Tag bereits wieder schämen müsste.
Na dann.

In den letzten Tagen kam mir die Idee oder eher das dringende Bedürfnis, mal einen Beitrag mit folgender Überschrift zu verfassen:

ICH BIN METHUSALEM

Ja, das klingt total bescheuert und ist es auch! Aber ich kann es nicht ändern! Ich bin Methusalem!
Ihr wisst ja wohl, wer das war: Laut Bibel war er ein Mensch, welcher 969 Jahre alt geworden ist.
Also jemand, der das Rentenalter auf jeden Fall erreicht und mal locker auch überschritten hat.

Ja, deshalb bin auch ich bereits Methusalem. Also, ich wusste es ja bis vor kurzem selber nicht, ehrlich. Aber nun habe ich es mehr und mehr begriffen.
Ich bin Methusalem, auch wenn ich selbst es nicht glauben mochte. Aber alle Zeichen sprechen dafür! Es gibt so viele Anzeichen, Hinweise und Fingerzeige oder Symptome, die von außen kommen, die sich mehren und alle sich um mich versameln, geradezu verdichten und allesamt in eine Richtung weisen und mir vor Augen führen, dass ich Methusalem sein muss. Also eine richtig Alte!
Warum das so ist? Und warum der Fakt, Methusalem zu sein, bei mir fast ganz altersunabhängig ist, welches Alter ich tatsächlich habe, um im Hier und Heute bereits Methusalem sein zu können - nein - sogar sein zu müssen - das verrate ich euch beim nächsten Mal!

Vielleicht kann es jemand auch erraten? Ach ne, für dämliche Rätselfragen hab ich noch nicht genügend Leser. Na, egal. Bis bald denne ...

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